W3C ist der Webstandard

Erst durch den W3C Standard ist es möglich geworden eine Webseite auf ihre Zugänglichkeit zu validieren.

Glossartext: W3C.

Der W3C-Standard für Webseiten und diverse Formen von Internet-Dokumenten ist eigentlich kein rechtsverbindlicher Standard, ist aber dennoch verbreitet anerkannt und bildet zum Teil auch die Basis verschiedener ISO-Normen.

Das World Wide Web Consortium, kurz W3C, welches diese Standards herausgibt, wurde im Jahr 1994 am US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet, als das Internet begann, sich langsam in Richtung eines Massenmediums zu entwickeln. Vorsitzender ist der britische Informatiker Tim Berners-Lee, welcher einige Jahre zuvor die erste Version von HTML (Hypertext Markup Language) entwickelt und somit das World Wide Web erfunden hat. Die ersten Ideen und Ansätze hierzu gab es im Jahr 1989, um mittels des Prinzips des Hypertexts die Arbeit zwischen dem französischen und dem schweizerischen Teil des Forschungszentrums CERN zu erleichtern. In Mitteleuropa besteht seit 2009 an der Fachhochschule Potsdam das Deutsch-Österreichische Büro des W3C.

Da das W3C keine zwischenstaatlich anerkannte Organisation ist, werden die herausgegebenen Standards zu HTML, XHTML und mehreren anderen Web-Techniken von diesem als Empfehlungen (Recommendations) bezeichnet, stellen aber jedenfalls De-facto-Standards dar. Diese wurden zumindest im Laufe der Zeit bei der Entwicklung von Webseiten, Webbrowsern und anderer Software zunehmend berücksichtigt. Vom W3C wird bei der Entwicklung möglichst die Verwendung von patentfreien Technologien angestrebt. Die HTML-Tags, die zwischen spitze Klammern gesetzt werden, im Quelltext direkt lesbar sind und erst vom Webbrowser bei der Darstellung einer aufgerufenen Seite interpretiert werden, stellen die Basis von HTML beziehungsweise des WWW dar.

Diese sorgen weniger für die Text-Formatierung, sondern allgemein für die Gliederung und Strukturierung eines Web-Dokuments, für die Layout-Gestaltung wie etwa Textfarbe, Größe und Zeichensatz wurde später ergänzend auch CSS (Cascading Style Sheets) entwickelt. Während es bei diesen Tags früher häufig auch nicht standardkonforme Eigenentwicklungen gab, wie etwa solche für den Microsoft Internet Explorer oder die früheren Netscape-Versionen, die auf anderen Browsern nicht oder nur fehlerhaft dargestellt wurden, so wurden später zunehmend allgemein die W3C-Standards eingehalten.

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